Philosophie

Das gestalten des Berufseinstiegs richtet sich nach wie vor, vor allem dezentral nach dem Markt und seinen zeitlich abhängigen Möglichkeiten. Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige und erfüllende Berufssuche erzielt wird, wenn Schüler sich unabhängig von den äußeren Gegebenheiten auf ihre individuellen Kompetenzen konzentrieren und ihrer Berufung folgen. Hierbei brauchen Sie Unterstützung und einen sicheren und vertauensvollen Rahmen. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch der Welt einen wertvollen Beitrag zu geben hat und dafür alle Potentiale in sich trägt

 

Was uns motiviert

Menschen in ihrer Individualität zu ermächtigen ihr Potential zu nutzen, ihre Berufung zu leben, sowie selbstbestimmt, verbunden und erfüllt ein Teil der Gemeinschaft zu sein.  


Wie wir arbeiten

Während des Coaching Seminares arbeiten wir sowohl mit der ganzen Klasse, vor allem aber in Kleingruppen und auch in Einzelcoachings mit den Schülern. Durch eine Kombination der Arbeit sowohl auf der kognitiven als auch auf der Verhaltensebene in der Gruppe und in der Einzelarbeit, werden die Schüler durch einen Prozess der Selbstreflexion und Teamentwicklung geführt. Die Zeit ist angereichert mit vielen jugendgerechten Spielen und Übungen und beeinhalten als Höhepunkt eine Aktivität zur Teamförderung, z.B. den Besuch eines Kletterparkes, bei der die neu erlernten Kompetenzen direkt praktisch umgesetzt und geübt werden können.

 

Während der ganzen Zeit werden die Jugendlichen von mindestens 4 professionellen systemischen Coaches, individuell, wertschätzend, klar und ressourcenorientiert begleitet. Diese intensive Betreuung ist Grundlage, um einen guten Kontakt zu den Jugendlichen aufzubauen, damit sie sich öffnen und wir effektiv zusammenarbeiten können.

 

Wie zeigt sich das später im Schulalltag?

Unserer Erfahrung nach haben die Schüler nach dem Besuch unseres Coaching Seminares eine klarere Vorstellung von ihrem Berufswunsch, wissen mehr über ihre eignen Fähigkeiten und Interessen, haben gelernt, dass man sich auch gegenseitig unterstützen kann, was die Zusammenarbeit und Teamfähigkeit erhöht und haben sich eigene Ziele gesetzt, die sie in der Regel auch einhalten und erreichen. Die motiviertere Grundhaltung ermöglicht bessere Mitarbeit und bessere Ergebnisse im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.

 

Methoden

Unser Coachingansatz ist methodenübergreifend und integrativ und stammt aus folgenden theoretischen Bezügen.

 

Systemische Methoden
Aus der systemischen Haltung heraus betrachten wir immer das Ganze, die Interaktion im  System. Denn ein Thema steht immer in einem größeren Zusammenhang und jedes Handeln hat eine Auswirkung auf das das gesamte System. Jedes System - ob ein Klassenverband, Organisation oder ein einzelner Schüler- trägt bereits das nötige Wissen für Lösungen in sich. Jeder Mensch kreiert auf der Grundlage seiner persönlichen Erfahrungen, Haltungen und Gewohnheiten seine eigene persönliche Landkarte. Hier gehen wir auf die momentane Wirklichkeitskonstruktion der Schüler ein. Erst dann haben die Schüler die Wahl ihre momentanen Ergebnisse zu verändern, was wir durch die einzelnen Übungen fördern.        

 

Haltungen zu Team und Klasse
Wir arbeiten nach weiterentwickelten Modellen der Rational-Emotiven Therapie (ABC-Theorie) von Albert Ellis. Nach Albert Ellis ist die Grundlage für die Bildung einer Haltung, eines Glaubenssatzes eine Ursachensituation. Dies kann ein psychoreaktiver Auslöser in Form einer intensiven Erfahrung sein, Lernen am Modell z.B. von Eltern, anderen Jugendlichen etc. Es können ebenso aus der Gesellschaft oder den Medien übernommene Meinungen/Haltungen sein oder eigene Schlussfolgerungen aus erlebten Situationen.


Durch die moderne Hirnforschung wissen wir, dass das Gehirn einmal angelegte neuronale Verbindungen immer wieder nutzt. D.h. eine einmal gezogenen Konsequenz, ein einmal erprobte Reaktion, ein einmal eingeübtes Verhalten, eine einmal gebildete Meinung werden in der Regel erneut genutzt oder herangezogen. Dadurch wiederum verstärken sich die neuronalen Verbindungen, so dass die Nutzung dieser Verbindung beim nächsten Mal noch näher liegt.

 

Viele dieser so erworbenen Meinungen und Haltungen, sind für Jugendliche nicht besonders günstig, sondern stehen ihrer Entwicklung im Weg. Diese können z.B. so lauten: „Ich schaffe es nicht“, „ich bin alleine “, „ ich kann anderen nicht vertrauen“ etc.

 

Durch viele Übungen und Spiel wird den Jugendlichen bewusst, welche Haltungen Sie bisher zu sich selber, zur Klasse, zu Noten, zur Schule etc. hatten. Ziel jeder Übung ist es, dass die Schüler Zugang zu neuen Ressourcen, einer anderen Haltung bekommen und diese durch Handlen sofort einüben. Durch die Spiele und Übungen machen die Schüler neue, alternative Erfahrungen zu bisher eingeübten Mustern, es werden neue neuronale Verbindungen angelegt und eingeübt.


Übungen auf der Verhaltensebene
Eine sehr gute Ergänzung zum kognitiven Prozess sind Übungen auf der Verhaltensebene. Damit kann Neues geübt und dadurch gefestigt werden.

 

Neue Haltungen und neues Verhalten wird etabliert. Neue neuronalen Verbindungen werden sozusagen angelegt und gestärkt und somit stehen sie zunächst als Alternative zu gewohntem Verhalten, zu alten neuronalen Verbindungen, zur Verfügung. Je nach Ergebnis auf dieses neue Verhalten wird es weiter verstärkt oder „verkümmert“ wieder.  D.h wir legen im Intensiv Coaching Grundlagen und verstärken diese durch spielerische Übungen auf der Verhaltensebenen, ob diese aber weiter etabliert werden, hängt von den Schülern und von der Reaktion der Umwelt auf dieses „neue“ Verhalten ab.


Zielarbeit nach Viktor Frankl
Der Ansatz von Viktor Frankl geht von der Annahme aus, dass der Mensch existenziell auf Sinn ausgerichtet ist und dass fehlender Sinn und damit fehlende Ziele zu Frustration bis hin zu Erkrankungen jeder Art führen kann. Seine Arbeit beruht auf einem philosophisch-anthropologischen Menschenbild, das den Menschen grundsätzlich als körperlich-seelisch-geistige Einheit und Ganzheit versteht.

 

Als Umkehrschluss ist es für den Menschen in vielerlei Hinsicht heilsam, wenn er sich nach seinen Werten orientiert und sich entsprechende Ziele setzt, seinem Leben eine Ausrichtung gibt. Zahlreiche Studien (vor allem aus den USA) beweisen, dass Menschen, die sich Ziele setzten, diese nicht nur meist erreichen, sondern auch glücklicher sind. Was in Unternehmen und in der Wirtschaft selbstverständlich ist, ist für uns privat eher Ausnahme, Ziele zu haben, die einen inspirieren.


In diversen Übungen finden die Jugendlichen mehr über Ihre Werte und Interessen heraus. Außerdem lernen Sie, wie man sich Ziele setzt und erarbeiten sich erste kurz- und mittelfristige Ziele.


Klientenzentrierter Gesprächstherapie nach Carl Rogers
Eingebettet sind alle Methoden, die wir anwenden in den klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers. Dabei stehen Sie als ganze Person mit Ihrer angeborenen Selbst Verwirklichungstendenz im Zentrum. Die ungeteilte Aufmerksamkeit, die neutrale und wertfreie Haltung und die humanistische Grundeinstellung, mit denen wir den Schülern gegenübertreten gibt zum einen der nötige Rahmen für die Zusammenarbeit, zum anderen aber auch schon an sich eine anerkannte Methode. Durch das Aussprechen im Rahmen des Intensiv Coachings, ergeben sich für die Schüler ebenfalls neue Erkenntnisse.


Kommunikationsmodell nach Friedemann Schulz von Thun
Die Ursache für viele Konflikte besteht darin, dass Botschaften beim Empfänger oft anders interpretiert werden, als sie vom Sender gemeint waren. Der Grund dafür ist in einer eindimensionalen Kommunikation zu sehen. Das Kommunikationsmodell beschreibt, dass jede Information immer vier verschiedene Ebenen hat: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell. Diese Ebenen werden auch die vier Seiten einer Nachricht genannt. Dadurch kann das Gesagte in verschiedene Aspekte differenziert werden. Als Coaches hören wir mit den verschiedenen Ebenen zu und können dadurch differenzierter auf die Schüler eingehen und den Schülern Lösungswege aufzeigen.